Praxis für Kinesiologie, Systemische Psychotherapie und System-Aufstellungen

Familienaufstellungen

Kurze Zeit, nachdem wir gezeugt werden, gehören wir automatisch zu unserem Familiensystem. Wir sind schicksalhaft mit allen Mitgliedern unseres Familiensystems verbunden - auch mit denen, die wir nie kennen gelernt haben oder die wir nicht mögen. Unbewusst knüpfen wir Verbindungen, übernehmen Schuld, versuchen auszugleichen oder auf Vergessenes und Verdrängtes aufmerksam zu machen.

Jeder weiß, dass wir oft Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen und dass wir das, was wir tun wollen, nicht tun können. Diese 'blinde' Liebe und der Wunsch, unsere Rolle gut zu spielen - damit wir dazugehören - zwingt uns oft, mit ungeheurer innerer Macht zu leiden, uns selbst zu opfern, erfolglos zu sein, verhaltensauffällig zu werden, einsam und unglücklich zu leben, krank zu sein, u.v.m. Zur Veranschaulichung können wir uns unser Familiensystem als riesiges Mobilé vorstellen. Jede Bewegung eines Einzelnen beeinflusst alle anderen! Bewegt sich einer, wird er schwerer oder leichter, bewegen sich alle mit oder hängen sogar schief. Alle sind miteinander verbunden und voneinander abhängig.

Eine Bewegung, die das Mobilé ins Ungleichgewicht bringt, ist z.B. ein früher Tod, Abtreibung, Heimatverlust, nicht gelebte und verarbeitete Trauer, schwere Schuld, Ausgrenzung von einem Mitglied, unerfüllte große Liebe, Missbrauch, Nichtachtung der Eltern und des eigenen Lebens, u.v.m. Um nun das Mobilé wieder ins Gleichgewicht zu bringen, fühlt sich ein anderes Mitglied (oder sogar mehrere) unbewusst verpflichtet, eine Ausgleichsbewegung zumachen.

Diese ist oft eine ähnliche oder sogar gleiche Bewegung, wie die Ursächliche. Wurde z.B. ein Familienmitglied ausgegrenzt oder totgeschwiegen, übernimmt ein Spätergeborener den Ausgleich, indem er sich so benimmt, dass er auch ausgegrenzt wird oder er grenzt sich selbst aus. Und obwohl er leidet, kann er es nicht ändern. Er will unbewusst die Ordnung wieder herstellen - dem System dienen - um dazu zu gehören. Bildlich gesehen hängt durch unser Mitleiden das Mobilé nun wieder gerade. In Familienaufstellungen erarbeiten wir, wie es wieder gerade hängen kann, ohne Mitleiden!

Wie oben schon erwähnt ist das Dazugehören zum System ein tiefes unbewusstes Bedürfnis und wir tun alles dafür, auch wenn es uns selbst schadet. Nicht dazu zu gehören, bedeutet Lebensgefahr. Außerdem scheint der Erhalt des Systems wichtiger zu sein, als das Einzelschicksal. Auch Menschen, die bewusst ihre Familie ablehnen oder über die Verwandtschaft stöhnen, haben auf einer unbewussten Ebene eine Verbindung zu ihrer Familie. Diese zeigt sich dann 'hintenrum' durch ähnliches Schicksal, durch Übernahme typischer Eigenarten (besonders die, die man ablehnt) usw. Wer kennt nicht den Spruch: "So wie meine Mutter oder mein Vater will ich nie werden"? Und was ist nach einigen Jahren oder auch Jahrzehnten? Wir stellen fest: "Oh Gott, jetzt mach ich das wie Mama (Papa)" Oder jemand trinkt plötzlich zu viel - wie sein Vater, obwohl er als Kind darunter gelitten hat und nie so werden wollte!

Die zusammenhaltenden Kräfte unseres Familiensystems sind mächtig und wirken besonders stark, weil sie unbewusst sind. Je mehr ich jemanden ablehne oder liebe, desto stärker ist die Beziehung und die auf mich wirkende u.U. belastende Kraft. . Wir können unsere Bindungen (die Fäden des Mobilés) nicht lösen, nie, aber wir können anders mit ihnen umgehen und die belastende Beziehung in eine neutrale oder kraftgebende umwandeln. Durch das Aufstellen der Familienmitglieder 
mit Hilfe von Stellvertretern und Stellvertreterinnen, d.h. anderen Gruppenmitgliedern, werden diese unbewussten Verbindungen und Dynamiken sichtbar. Die StellvertreterInnen nehmen in dem dabei entstehenden Energiefeld die Gefühle und Beziehungen des Klienten wahr. 
Durch Verändern der Plätze, durch heilende Sätze, durch Würdigung, Dankbarkeit und Achtung kann die Ordnung in der Familie wieder hergestellt werden und durch Bewusstwerden der Hintergründe die 'blinde' Liebe zu einer wissenden, heilenden und kraftgebenden Liebe werden. Probleme aller Art und auch Krankheiten entstehen durch solche seelischen Belastungen in dem Familiensystem. Die tiefen Erkenntnisse und Lösungsschritte in einer Familienaufstellung, dienen nicht nur dem Klienten, sondern seiner ganzen Familie, da sie auf alle wirken (siehe Mobilé). Und sie machen frei für das eigene Leben mit allen seinen Potentialen. Auch die TeilnehmerInnen ohne eigene Aufstellung (die sog. Stellvertreter) bekommen, allein durch das Miterleben und Teilhaben an diesem Energiefeld und den Schicksalen anderer, neue tiefe Erfahrungen und Einsichten für das eigene Leben und Hilfe auf dem Weg ihrer eigenen Heilung...

Finden Sie alle meine Termine zu Seminaren, Workshops und Systemische Aufstellungen.


Finden Sie hier direkte Informationen zu Ihrem persönlichen Thema:

Nehmen Sie einfach mal an einer Aufstellung teil! Es ist zutiefst beeindruckend und bringt viele neue Erkenntnisse. Ich freue mich, wenn Sie es wagen! Es ist ein Weg für den Frieden in unseren Herzen, in Ihrem Herzen

Ihre Dr. med.vet. HPpsych. Heike Wilfarth ~ E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Seemoor 1, 21710 Engelschoff (direkte Route hierher), Tel.: 04144 - 23 56 48Fax : 04144  - 23 56 47


 

Anmeldung zum Newsletter

Um in Zukunft alle wichtigen Informationen von mir zu bekommen, tragen Sie bitte unten ihre E-mail-Adresse ein.

×

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Mehr Infos